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Albert Marquet

Bordeaux 1875 - Paris 1947


Albert Marquet kommt bereits im Alter von fünfzehn Jahren nach Paris, um hier eine gründliche künstlerische Ausbildung zu erhalten. Marquet nimmt ein Studium an der École des Beaux-Arts auf. Hier lernt der Künstler 1890 Henri Matisse kennen. Mit ihm verbindet Marquet eine lebenslange Freundschaft. Die beiden Künstler werden 1897 in die Malklasse von Gustave Moreau aufgenommen. 1900 arbeiten sie gemeinsam an den Dekorationen für den Grand Palais der Pariser Weltausstellung.
Die ersten Gemälde des Künstlers aus dieser Zeit entsprechen mit ihren dekorativen, starken Farben ganz dem Stilempfinden der Fauves. Albert Marquet gilt als einer der Mitbegründer des Fauvismus.
1905 nimmt er an einer Gemeinschaftsausstellung mit Matisse, Derain und Vlaminck im "Salon d'Automne" teil. Ab dem folgenden Jahr unternimmt Albert Marquet ausgedehnte Reisen durch Frankreich. Er bereist Deutschland, Holland, Russland und die skandinavischen Länder. In Algier lebt der Künstler von 1940-45. Erst zwei Jahre vor seinem Tod 1945, kehrt Albert Marquet endgültig nach Paris zurück.
Angeregt durch seine vielfältigen Reiseeindrücke entwickelt Albert Marquet um 1910 seinen ausgeprägten persönlichen Stil, an dem er bis zu seinem Tode festhält. Seine Malweise setzt die Tradition des Impressionismus fort. Durch den Verzicht auf reine Farben, gelangt Marquet zu einem linearen, zurückhaltenden Stil. Hafenbilder spielen eine große Rolle in Marquets Oeuvre, wobei ihn besonders die Wiedergabe von Lichtreflexen auf der Wasseroberfläche interessiert. Es entstehen Darstellungen der Häfen von Marseille, Rouen und Le Havre, aber auch von Venedig, Neapel und Hamburg.
Hinzu kommen Pariser Seine-Ansichten, die der Künstler zu allen Jahres- und Tageszeiten malt. In diesen Arbeiten zeigt sich besonders schön Albert Marquets Vorliebe für verhangene Nebel- oder Regenstimmungen. In ihnen entfaltet sich der dünne Farbauftrag in lichten Grautönen und Schwarz eindrucksvoll.


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